Der Trollinger ist eine rote Rebsorte mit relativ hohen Säurewerten und zählt zu den meistangebauten Rotweinsorten in Württemberg. Dadurch hat er sich zu einer Art "schwäbischem Nationalgetränk" entwickelt und wird auf einer Fläche von rund 2.469 Hektar angebaut. Trollinger macht damit knapp 2,5% der deutschen Rebfläche aus.

Diese Ausbreitung hat besonders in den vergangenen 50 Jahren stark zugenommen, was vor allem klimatische Ursachen hat. Im restlichen Deutschland ist die Rebsorte eher seltener zu finden und hat deshalb in Württemberg einen derart hohen Stellenwert. Weltweit wird Trollinger aber auch als Tafeltraube ("Black Hamburg") verwendet und verkauft.

Der Trollinger bevorzugt es warm und frostfrei
Ursprünglich haben die Römer den Trollinger nach Süddeutschland gebracht. Von dort aus hat er sich dann nach Südtirol und Württemberg ausgebreitet. Vor allem deshalb, weil Trollinger-Reben warme Böden bevorzugen, womit Württemberg mit Muschelkalk und Keuper ideale Voraussetzungen bietet. Frostfrei sollte es ebenso sein, denn die Trauben reifen spät. Der Trollinger wird vorwiegend als Verschnittwein benutzt. Als Prädikatswein bekommt man ihn nur selten.

Trollinger - das schwäbische Nationalgetränk
Im Glas präsentiert sich der Trollinger in einem hellen Rot. Rubinrot ist aber ebenso möglich. Der Wein ist sehr bekömmlich und passt zu einer herzhaften Brotzeit mit leichtem Käse ebenso gut wie zu hellem Fleisch. Er schmeckt leicht und frisch, hat ein feinblumiges Bukett und ist deshalb auch ein idealer Trinkwein. Am Gaumen verbleibt meist eine gewisse Restsüße, weshalb der Trollinger als sehr süffig gilt. Getrunken werden sollte er aber zügig, denn er verliert an Qualität je länger er in der Flasche verbleibt.

Synonyme für den Trollinger
Unter Kennern ist der Trollinger auch als Blauer Trollinger, Vernatsch oder Schiava bekannt. Es gibt aber noch zahlreiche weitere Synonyme wie Black Prince, Großer Burgunder, Queen Victoria oder Zottle, die für den Wein verwendet werden.

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