Unter den Rotweinen ist der Spätburgunder ohne Frage ein Klassiker. Ein Wein für gehobene Ansprüche und echte Liebhaber. Deshalb gilt der Spätburgunder auch als Edelrebe. Er zählt zur Familie der Burgunder und wird deshalb gern auch als Schwarzburgunder oder Blauburgunder bezeichnet.

Die Bedeutung des Spätburgunders in der Weinindustrie
Die Rebsorte findet jedoch nicht nur für Wein Verwendung, sondern auch für Champagner. Seinen Namen, im Französischen Pinot Noir, verdankt der Spätburgunder der Form seiner Trauben. Angebaut wird der Spätburgunder auf knapp 11.300 Hektar Rebfläche. Der Großteil davon liegt in Baden. Damit hat er an der deutschen Gesamt-Rebfläche einen Anteil von über zehn Prozent.

Doch nicht nur in Deutschland ist der Spätburgunder beliebt. Er spielt auch in der Weinindustrie Neuseelands, Italiens, Kanadas oder Österreichs eine Rolle. International werden Synonyme wie "Blauburgunder", "Bourgoigne noir" oder "Blauer Arbst" verwendet.

Ein Wein mit Anspruch
Die Sorte ist sehr alt und stellt demzufolge hohe Ansprüche an Lage und Klima. Hervorragend sind sogenannte Rieslinglagen. Sie garantieren, dass der Spätburgunder höchste Qualität erreicht und seinem Ruf gerecht wird. Er wird zumeist als trockener Rotwein ausgebaut, es gibt ihn aber auch als Roséwein oder Sekt. Wenn die Trauben nach der Lese sofort angepresst werden, lässt sich aus den dunklen Trauben auch ein Weißwein gewinnen. Der sogenannte "Blanc de Noirs".

Facetten des Spätburgunders
Geschmacklich kommt der Spätburgunder sehr fruchtig daher. Er hat ein vollmundiges und zugleich samtiges Bukett, duftet nach Kirsche, Erdbeere und Brombeere. Wird er im Barrique ausgereift, gesellt sich eine angenehme Vanille-Zimt-Note dazu. Unterschieden wird der Spätburgunder in einen klassischen und einen modernen Typ. Für den klassischen Typen werden hochreife Trauben verwendet, die meist in einen blassroten Farbton münden. Der moderne Typ präsentiert sich hingegen in einem kräftigen Rot. Beide Varianten passen gut zu Käse, hellem Fleisch und auch Wild, wenn der Wein zwischen 16 und 18 Grad temperiert ist.

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