Der Silvaner ist eine natürlich Kreuzung von Traminer und Österreichisch Weiß. Die Sorte zählt zu den ältesten Reben und kommt ursprünglich aus dem österreichischen Donauraum, weshalb der Silvaner auch das Synonym "Österreicher" trägt. Von dort ist die Rebsorte im 17. Jahrhundert nach Deutschland gelangt, wo sie 1659 in Franken gepflanzt wurde. Und zwar von Alberich Degen, einem Abt. Aufgrund der frühen Reife und des hohen Ertrags wird der Silvaner gern als Basis für Neuzüchtungen genutzt. Daraus hervorgegangen sind bereits u.a. Optima oder Scheurebe.

Internationaler Anbau des Silvaners
Der Silvaner genoss lange Zeit große Beliebtheit und hatte bis in die 1970er Jahre flächenmäßig den größten Anteil in Deutschland. Danach sank der Anbau des Silvaners, die Rebsorte ist heute aber immer noch in Rheinhessen, Franken (hier ganz besonders) und auch Württemberg zu finden. Gekeltert wird der Wein aber auch im Ausland, beispielsweise in Italien, Kroatien und den USA. In Österreich, dem eigentlichen Entstehungsland, kommt dem Silvaner nur noch sehr wenig Bedeutung zu und er nimmt nur noch verhältnismäßig wenig Fläche ein.

Beliebt als Dessertwein
Der Silvaner hat einen leichten bis kräftigen Körper, eine milde Säure und ein wenig ausgeprägtes Fruchtspiel. Er kann Aromen von Apfel und Pflaume aufweisen, ebenso eine leichte Mandelnote. Er präsentiert sich hell- bzw. blassgelb und größtenteils neutral. Geschmacklich passt der Weißwein deshalb besonders gut zu Fisch und Huhn, aber auch Spargelgerichten. Ebenso aber auch zu Süßspeisen, denn im Bereich der Dessertweine liegt der Silvaner immer noch hinter dem Riesling auf Platz 2. Auch als Aperitif eignet sich der "Österreicher" hervorragend.

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