Eine weitere rote Rebsorte ist der Schwarzriesling. Obwohl man vermuten würde, dass er dem Riesling gleicht bzw. mit diesem verwandt ist, ähneln sich die beiden Sorten nur in der späten Reife und in der Form. Beliebt ist der Rotwein trotzdem. Auch als Alternative zum Spätburgunder.

Der Anbau des Schwarzrieslings
Die Vorfahren des Schwarzriesling finden sich wahrscheinlich im Burgund, wo der Wein allerdings nicht als Qualitätswein zugelassen ist. Oftmals wird die Rebsorte auch als Müllerrebe bzw. Pinot Meunier (hauptsächlich im Elsass oder in der Champagne) bezeichnet, was mit der Behaarung der Blätter und Triebspitzen zusammenhängt. Angebaut wird der Schwarzriesling hauptsächlich in Württemberg, seltener auch in der Pfalz und Rheinhessen. Dennoch hat er mit einer Anbaufläche von 1.600 Hektar einen beachtlichen Anteil von mehr als zwei Prozent an der deutschen Gesamt-Rebfläche. Was den Boden und die Lage anbelangt, ist der Schwarzriesling recht anspruchsvoll. Kräftige Löß-Lehm-Böden hat er am liebsten. Ebenso ein mildes Klima, das die Trauben voll ausreifen lässt. Gegenüber Frost ist die Rebsorte hingegen recht unempfindlich.

Formen des Schwarzrieslings
Farblich gestaltet sich der Schwarzriesling rubin- bis ziegelrot. Der Geschmack ist fruchtig (nach Kirsche, Johannisbeer und Himbeere), mundet in kräftigeren Varianten aber auch hervorragend zu mildem Käse, Fleisch, Lamm oder Schwein. Auch zu Gegrilltem oder Rind passt der Schwarzriesling bestens. Deshalb ist er vor allem als Qualitätswein beliebt, aber auch als Spätlese oder Kabinettwein erhältlich. Den Schwarzriesling gibt es zudem auch in der Literflasche, als sogenannten Dämmershoppen, den besonders die Württemberger lieben.

Durch die milde Süße ist der Schwarzriesling sehr bekömmlich und ideal für alle, die keinen zu trockenen Rotwein mögen. Er schmeckt auch nach dem Essen, am besten bei Zimmertemperatur.

Weitere Synonyme für den Schwarzriesling sind Blaue Postitschtraube (Österreich), Miller's Burgundy (Australien) oder auch Müllerweib.

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