Der Ruländer ist hierzulande eher unter dem Synonym Grauburgunder bekannt. In Frankreich als Pinos gris, in Italien als Pinot grigio, im Wallis als Malvoisie. Ursprünglich soll die Rebsorte von einem Kaufmann namens Johann Seger Ruland von Burgund nach Deutschland gebracht worden sein. Sie ist deshalb auch eine Mutation aus der Familie der Burgunder, deren Wert schnell erkannt wurde.

Die Farben des Ruländers
Die Trauben der Rebsorte zeigen sich rötlich bis rot, wenn sie vollreif sind oftmals auch grau (deshalb der Name Grauburgunder). Trotzdem wird der Ruländer der weißen Sorte zugeordnet. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sich der Wein im Glas in einem goldgelben Ton, vereinzelt auch mit leichten Braunnuancen, präsentiert. Er hat eine angenehme Frische und eignet sich zu leichten Gerichten oder auch als Aperitif. Der Alkoholgehalt ist allerdings nicht zu unterschätzen.

Typen des Ruländers
Heute wird der Ruländer in zwei Varianten ausgebaut: Traditionell mit sehr reifen Trauben und, seit einigen Jahren, auch durch eine frühere Lese, bei der ausschließlich gesunde Trauben verwendet werden. Der Wein erhält dadurch mehr Säure und eignet sich aufgrund dessen noch verstärkter als Wein zum Essen. Verkauft wird er unter dem bereits erwähnten Synonym Grauburgunder. Grundsätzlich benötigt der Ruländer ein warmes Klima und einen nährstoffreichen Standort mit ausreichend Feuchtigkeit.

Als Ruländer erfreut sich der Weißwein eines hohen Bekanntheitsgrades, besonders in Württemberg und Umgebung. Wem der Riesling zu säuerlich ist oder wer einen empfindlichen Magen hat, für den könnte der Ruländer der ideale Einstieg sein. Obwohl der Wein inzwischen anders ausgebaut wird, ist er immer noch säureärmer als einige seiner Artgenossen.

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