Der Riesling zählt ohne Frage zu den klassischsten und bekanntesten Weinen in Deutschland. Er wächst nicht nur in Württemberg, sondern auch in allen anderen deutschen Anbaugebieten. Und das auf insgesamt 22.600 Hektar. Damit verkörpert er die deutsche Weinkultur einmalig und belegt Platz 1 in der Rebsortenstatistik. Er zählt zu den "Classic"-Rebsorten und wird auch in vielen anderen Ländern angebaut. Das internationale Synonym lautet dabei "Rheinriesling".

Der Einfluss des Klimas auf den Riesling
Die Ursprünge des Rieslings liegen im 15. Jahrhundert, er ist mit den Wildreben verwandt. Obwohl der Riesling in Württemberg große Beliebtheit erfährt, hat er in der Pfalz und in Rheinhessen die längste Tradition. Die Rebsorte reift nur langsam, lebt aber von ihrer fruchtigen Säure. Die Ansprüche an die Lage sind sehr hoch, beim Boden etwas geringer. In steinigen, warmen Lagen wie steilen Flusstälern reift der Riesling am besten, wenn auch spät. Durch den Klimawandel ist es allerdings denkbar, dass sich der Anbau des Rieslings wieder in die Saitentäler verlagert. Dorthin, wo er angefangen hat.

Die Facetten des Rieslings
Noch ist der Riesling in allen Geschmacksrichtungen und auch Qualitätsstufen zu haben. Ob als Prädikatswein oder Kabinettwein - der Riesling passt einfach immer. Durch seine Säure ist er auch als Sekt ausbaubar. Dabei präsentiert er sich grundsätzlich in blasser Farbe mit grünlich-gelber oder auch goldgelber Tendenz. Er zeigt sich fruchtig süß oder auch trocken, frisch und mineralisch, passt demnach zu Geflügel und Fisch ebenso wie zu Dessert und leichtem Käse.

Der Riesling ist ein idealer Sommerwein, sollte nach der Ernte aber mindestens ein Jahr, besser noch ein paar Jahre mehr, reifen. Riesling lässt sich sehr gut lagern, fünf bis zehn Jahre sind keine Seltenheit.

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