Der Lemberger ist eine Rebsorte, deren Beliebtheitsgrad stetig steigt. Ebenso wie - besonders in den letzten Jahrzehnten - die Rebfläche, die derzeit bei knapp 1.750 Hektar liegt. In der Liste der typischen Weinsorten für Württemberg steht der Rotwein bereits auf Platz 3. Gern wird er auch als "Blauer Limberger", "Blaufränkisch" (Österreich) oder Kékfrankos (Ungarn) bezeichnet, um nur einige Synonyme zu nennen.

Der Ursprung des Lembergers
Ihren Ursprung hat die Traube am unteren Donaulauf und auch heute reift die Lembergertraube noch in Österreich. Im 19. Jahrhundert hat sich die rote Rebsorte dann auch in Württemberg verbreitet. Sowohl Napoleon als auch Bismarck sollen den Lemberger zu schätzen gewusst haben. Kein Wunder. Gibt es ihn doch als leichte und fruchtige Variante, aber auch in einer tanninreichen Ausführung. Am Gaumen klingt der Geschmack lange nach.

Varianten des Lembergers
Das Aroma ist teils sehr kräftig und erinnert an Süß- und Sauerkirschen, Brombeeren, Holunder und Johannisbeeren. Damit passt der Lemberger gut zu verschiedenen Gerichten. Der leichtere Typ bietet sich vor allem zur Vesper an, die gerbstoffbetonte Variante passt gut zu Gegrilltem, gebratenem Geflügel, Wild, aber auch reifem Käse. Im Glas erscheint der Lemberger durch das intensive Rot fast schon schwärzlich. Eine Rarität ist auch der Lemberger Sekt, der bereits viele Anhänger gefunden hat.

Anbau und Qualität des Lembergers
Damit die Traube gut reifen und der Lemberger Spitzenqualität erreichen kann, sind eine windgeschützte, gute Lage und mildes Klima sehr wichtig. Löß-Lehm-Böden sind am idealsten, da sie besonders fruchtbar und tiefgründig sind. Empfindlich ist die Rebsorte bei Frost, dem sie durch den frühen Austrieb aber oft ausgesetzt ist.

Erstaunlich ist vor allem die Lagerfähigkeit bzw. Haltbarkeit des Lembergers. Der Ausbau erfolgt deshalb in Holzfässern oder immer häufiger auch im Barrique. Auch als Altwein erreicht der Lemberger eine hohe Qualität. Deshalb wird er gern als Kreuzungspartner verwendet.

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