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WASSERSCHLOSS

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Der Kurpark

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Der Salinengarten

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Saline

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villa rustica

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SOLEBAD und KURORT
Das ehemalige Wasserschloss - im Moment noch Rathaus - bildet das historische Zentrum des Ortes. Der in einem schönen Park gelegene, dreigeschossige ehemalige Rittersitz steht auf in die Erde eingerammten Eichenbaumstämmen. Der Schlosssee wird vom Mühlbach gespeist, der unweit vorbeifließt und verdolt ist.
Der Vorgängerbau ist im 14. Jahrhundert urkundlich bezeugt, das heutige Gebäude wurde von 1601 - 1603 von Eberhard von Gemmingen neu erbaut. An den Vorgängerbau des 14 Jahrhunderts erinnert der runde Wehrturm nordöstlich an der Babstadter Straße.
Das Wasserschloss wird zum Schlossgraben hin durch zwei runde Ecktürme geprägt, der nordöstliche, der Hauptstraße zugewandte, weist als besondere Zierde im Obergeschoss ein Renaissance-Steinrelief auf. Das Eingangsportal im Süden wird durch ein aufwendiges Gewände mit dem Brustbild des Bauherrn und dem Allianzwappen Gemmingen-Rodenstein hervorgehoben.
Im Wasserschloss, das zwischen 1991 und 1995 gründlich saniert wurde, ist derzeit das Ordnungsamt untergebracht. Auch der Gemeinderat hält dort seine Sitzungen ab. Im geräumigen Foyer des Erdgeschosses finden ab und zu Wechselausstellungen und im Gewölbekeller und im Schlosshof während der Sommermonate Theatervorführungen und Konzerte statt.

Der Kurpark

mit altem Baumbestand, gepflegten Blumenbeeten und idyllischem See lädt zu erholsamen und beschaulichen Spaziergängen ein. Am Rande des Kurparks befindet sich das Kurhaus mit Sonnenterrasse und Musikmuschel.
Das Kurhaus ist der gesellschaftliche Mittelpunkt Bad Rappenaus mit einem anspruchsvollen und breitgefächerten Veranstaltungsprogramm (Theatervorführungen, Konzerte, Bälle, Vorträge). Hier spielt auch die Kurkapelle zum Tanz oder Konzert auf. Während des traditionellen Lichterfestes Mitte August verwandeln sich der Kurpark und der See durch tausende von bunten Lichterbechern, Lampions an den Bäumen und schwimmenden Irrlichtern in ein Lichtermeer bunter Formen und Farben. Einen Höhepunkt bildet das romantische Feuerwerk am Abend, das zu den Klängen klassischer Musik angebrannt wird.

Der Salinengarten
ist der Park am Ende der Fußgängerzone auf dem ehemaligen Gelände des Rappenauer Siedesalzwerkes, das von 1823 bis 1973 in Betrieb war. An die alte Saline erinnern mehrere kulturhistorisch wie architektonisch wertvollen Gebäude, z.B. das ehemalige Direktionsgebäude mit dem angrenzenden Kräutergarten, die früheren Arbeiter- bzw. Beamtenwohnhäuser (heute Haus der Gesundheit und Kur- und Klinikverwaltung) sowie die ehemalige Trafostation, das heutige "Kurcafe".

Rosentritt-Grab

Auf dem Städtischen Friedhof an der Siegelsbacher Straße befindet sich das Grabmal von Salineninspektor Georg Christian Henrich Rosentritt, dem Entdecker des Bad Rappenauer Salzlagers (1822). Alte Bohrstangen und Schlagmeißel, mit denen Rosentritt seine Tiefenbohrungen niederbrachte, schmücken das Grab und erinnern an seine erfolgreiche Bohrtätigkeit.

Soleförderanlage

Südlich des Salinengartens, in der Talmulde am Einsiedelwald, befindet sich die Bad Rappenauer Soleförderanlage mit historischem Tretrad, fahrbarem Bohrturm und fünf langgestreckten Pumpenhäuschen. Das Tretrad, eine von Menschen angetriebene Muskelkraftmaschine, fand bei der Niederbringung der Bohrlöcher, deren Reinigung und beim Einbau der Solepumpen Verwendung.
Ab 1905 wurden seine Aufgaben vom fahrbaren, mit elektrisch betriebener Kabelwinde versehenen Bohrturm übernommen, der auch heute noch in Betrieb ist. Seit 1822 wird in Bad Rappenau Sole aus dem in ca. 180 m Tiefe liegenden und über 32 m mächtigen Steinsalzlager gewonnen. Derzeit werden drei Bohrlöcher genutzt, um die Kureinrichtungen mit der nötigen Sole zu versorgen.

Römischer Gutshof - villa rustica
Nahe dem Eingang zum Fünfmühlental, in der Nähe der Straße, die vom Ortsteil Zimmerhof in Richtung Siegelsbach fährt, befindet sich die konservierte Ruine eines römischen Gebäudes, das vor ca. 1800 Jahren Teil eines römischen Gutshofes (einer "villa rustica") war. Sie bildet zusammen mit dem angrenzenden Römersee ein beliebtes Ausflugsziel. Die Gegend um Bad Rappenau war fast 200 Jahre lang Teil des Römischen Weltreiches (80 bis 260 n.Chr.). Das in Teilen erhaltene und restaurierte Hauptgebäude des Gutshofes wurde rechteckig um einen Innenhof angelegt und gilt als klassisches Beispiel für ein Wohnhaus im erst spät besiedelten Grenzland Südwest-Deutschlands.
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