![]() Salzförderung ca. 1910
Salzwerk vor der Modernisierung
Modernes Salzwerk
Rutsche im Salzwerk
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Das Steinsalzbergwerk Kochendorf Besucherbergwerk Bad Friedrichshall-Kochendorf Salz bedeutete Reichtum Der Heller (Münze einer Salz-Siede-Stadt) war lange der Ausdruck von Einfluß und Wohlstand und die Salzsieder eine ehrbare und angesehene Zunft (wie zum Beispiel in Schwäbisch Hall). Und Salz zu verschütten bedeutet heute (im Aberglauben) immer noch Unglück, wobei auch hier der Ursprung in einer Zeit liegt, als Salz noch sehr kostbar war. Der erste feste Steinsalzfund in Mitteleuropa ereignete sich im April 1816 in Jagstteld, einem Teilort des heutigen Bad Friedrichshall. Daran erinnert dort heute ein gußeisernes Monument. Dieser sensationelle Steinsalzfund führte 1859 zum Bau des ersten Schachtes in Jagstfeld, der bis 1895 betrieben wurde. Im Jahr 1899 nahm der Schacht KÖNIG WILHELM II. in Kochendorf die Förderung auf. Damit nahm auch die Bedeutung der Salzsiederei ab. Salz-Förderung - früher und heute Ein weiter Weg war es von der körperlichen Schwerst- zur "High-Tech"-Arbeit. 15 Tonnen Salz, die Höchstmenge, die der sogenannte Schlepper früher pro Tag in die "Hunde" laden konnte faßt ein großer Fahrschaufellader heute mit dem Inhalt einer Schaufel in wenigen Minuten. Der Rundgang durch das Salzbergwerk Bad Friedrichshall Hier können Sie 200 Millionen Jahre Erdgeschichte erleben, die Welt der Bergleute kennenlernen, erfahren, wie das Salz in die Erde gekommen ist. Wenn Sie den Förderkorb in 180 m Tiefe verlassen haben, folgen Sie der Beschilderung "Rundgang" und gehen links entlang dem Förderband zu den Stationen 1 (geologische Schautafeln) und 2 (Saurier in Lebensgröße). Durch das Tor rechts erreichen Sie Station 3 (Tonbildschau). Von hier aus geht es zur Station 4, der sogenannten Technik-Ausstellung, in der Sie über den Salzbergbau früher und heute informiert werden. Am Ende dieser Kammer befindet sich die "Kristall-Sammelstelle". Dort können Sie sich Salzkristalle auslesen und als Andenken mitnehmen. Die nächste Kammer enthält den sogenannten Kristallsaal (Station 5). Diese Kammer verlassen Sie nach rechts durch die kleine seitliche Tür, unterqueren ein Förderband und folgen dem Weg bis zur Station 6 (rechts: Auftausalzlager), vorbei an der Station 7 (links: Informationstateln über die Umwelt-Dienstleistungen der SÜDWESTDEUTSCHEN SALZWERKE AG) zum Kuppelsaal (Station 8) mit Rutschbahn (42m lang, 11m Höhenunterschied), monumentalen Reliefgruppen sowie Informationen über das Salz und seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Wir versprechen Ihnen einen einen interessanten und abwechslungsreichen Rundgang. Im Besucherbergwerk Bad Friedrichshall-Kochendorf ist seit Mitte 1999 eine Sonderausstellung installiert, die an die Einrichtung eines Konzentrationslagers in Kochendorf erinnert. Diese Ausstellung soll das erklärte Ziel der Nazi-Machthaber verdeutlichen, Menschen, vor allem jüdischen Glaubens, die dem System nicht genehm waren, durch unmenschliche Arbeitsbedingungen zu "vernichten". Auch wenn die KZ-Häftlinge nicht zur Salzförderung eingesetzt waren, sondern an Projekten der Rüstungsindustrie im Bergwerk arbeiten mußten, war es für die Südwestdeutsche Salzwerke AG keine Frage, in Zusammenwirken mit der Stadt Bad Friedrichshall und der Miklos-Klein-Stiftung der Ausstellung eine dauerhafte Bleibe einzuräumen. |
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